South Island 2

Freitag, 24.04.2015

Mittlerweile mussten wir den weißen Willi leider wieder abgeben. Die Gruppe hat sich wieder aufgelöst , Lisa und Jan haben Neuseeland schon verlassen. Felix , Peter und Ich sind von Christchurch, wo wir Willi (unseren Mietwagen) abgegeben haben , wieder nach oben getrampt.

Nun bin ich wieder da wo alles angefangen hat, in Napier, bei Steve und Trish, meine Gastfamily vom September. Sie haben mich wieder herzlich aufgenommen.
Morgen gehts aber weiter nach Taupo, Peter und Felix wiedertreffen.

In Queenstown habe ich meinen guten Freund Can aus Berlin wiedergetroffen, den ich in Paihia beim jamen kennengelernt hab. Und so haben wir auch in Queenstown weitergemacht, Sticks und Gitarre raus und losgejamt! :)

Hier noch Bilder von Queenstown und unserem restlichen Roadtrip die Westküste hoch:

 

Queenstown ein bissl Straßenmusik :) mit top Bühnenbild :p vom erspielten Geld gibts erstmal Pizza :D die Westküste hoch - immer am campen, hier mit dem Fox Glacier im Hintergrund Franz Joseph Glacier  die Pancake Rocks das schöne an Roadtrips: anhalten,genießen,weiterfahren :D zu Ostern keine Eier gefunden.. dann halt den Mond angemalt ;D -totale Mondfinsternis- kalter Sprung in die -Blue Pools- nochmal sauber machen und dann hieß es Abschied von Willi ;( und ohne Auto aber mit Daumen auf die Straßen zurück

South Island

Freitag, 10.04.2015

Nun nach 3 Wochen haben wir die Südinsel mit unserem weißen Willi durch!

Wunderschöne Landschaft mit coolen Leuten, und top Laune, fast immer :D Regen und Kälte konnten uns auch nicht vom campen abhalten, und so sind wir immer mit wunderschöner Landschaft vorm Zelt oder Auto aufgewacht :

  muearki , runde Steine am Strand :p die anderen wiedergetroffen Pinguine am Strand steilste Straße der Welt in Dunedin :D DER WELT! auch hochgeballert mit dem Auto sind wir Sandfly Bay in der Nähe von Dunedin Milford Sound, einer der schönsten Orte! Felix genießt die Aussicht

Jetzt sind wir gerade in Nelson, heute gehts nochmal runter nach Kaikoura und dann wird der weiße Willi auch schon wieder zurück nach Christchurch gebracht :(

Bilder von Queenstown + Westcoast gibts spädder ;D

Back on the road!

Montag, 23.02.2015

Ja Servus! Nach langem mal wieder ein Eintrag :D

kurzer Rückblick: Nach Weihnachten ging es zum Tongariro Crossing (Besteigung des großen Vulkanes in der Mitte der Nordinsel).

Silvester wurde fröhlich in der Hauptstadt Wellington verbracht und danach ging es direkt rüber auf die Südinsel nach Nelson, wo ich eine Weile hängen geblieben bin. Beim Luminate Festival auf dem verlassenen Berg Takaka Hill habe ich viele neue Freunde gefunden. Mit einigen von ihnen wurde danach gemeinsam für ein paar Wochen im schönen Paradiso Hostel in Nelson gewooft.

Am Freitag den 13.3. reiste ich weiter runter nach Kaikoura, der Wal, Robben und Delphinstadt. Von dort aus ging es nach Christchurch , wo der Felix, Peter und ich ein Auto gemietet haben um die schönen , - ohne Auto nicht erreichbaren- , DInge auch zu sehen. Jan (vom Luminate Festival) war auch mit am Start und die Liza aus dem netten Hostel in Christchurch wollte auch mit.
So erleben wir grad ein top coolen Roadtrip zu fünft und sehen die wunderschöne Natur der Südinsel ( die nach meiner Meinung von der Landschaft noch schöner ist).

Bilder vom aktuellen Roadtrip:

unser willi , der weiße Wagen! Jan , Liza, Peter, und Felix immer wieder mal am straßenjamen am mt. cook mt. cook lake tekapo lake pukaki immer wieder am wildcampen solange es noch angenehm ist :D

Surfen in Raglan und Verloren in Kawhia

Sonntag, 11.01.2015

Die Tage vor Weihnachten ging es in die Großstadt Auckland. Dort habe ich mich wieder mit Manuel und Jessi getroffen, die ich schon in Paihia kennengelernt habe .
Gemeinsam mieteten wir uns für 3 Tage ein Auto und wollten eigentlich die schöne Halbinsel Coromandel anschauen. Hat aber ordentlich geregnet dort , also gings Richtung Raglan, der einzige Ort der sonnig in diesen Tagen sein sollte . Und so war es auch!
Nachdem wir das Auto schnell einen Tag vorher gemietet haben ging es dann am 14.12. in der früh los. Schnell noch Sachen vom Hostel abgeholt und dann ab ins Blaue.
Es fühlte sich gut an einfach dahinzufahren wohin man gerade Lust hat. Abseits der Haupstraßen hielten wir wo es schön war, machten Fotos, erkundeten Wasserfälle und und und.  Das ist das tolle daran , wenn man mit Auto durch Neuseeland reist. Man ist an nichts gebunden und hat auch immer einen Schlafplatz! (zwar keinen großen, aber einen trockenen ;D)

Das top Auto! :p Road Trip! Wind und Regen halten einen nicht auf! oben am Wasserfall50 m hoch!

Als wir durch die langweilige, öde, verregnete Stadt Hamilton fuhren, fürchteten wir schon , dass wir die Tage in Regen verbringen müssen. Doch als wir weiter Richtung Raglan steuerten , sahen wir blauen Himmel am Horizont!
Kaum hinter den Bergen fuhren wir im traumhaften Sonnenuntergang in das kleine Surfer - Örtchen ein. Der Regen war verschwunden und gemeinsam mit "Mumford and Sons" und tollen Travelmates wechselte sich die Laune schlagartig.
Der Sonne entgegen fuhren wir zu einem der Suferstrände und erlebten den für mich bisher besten Sonnenuntergang!
Über den langen schwarzen Sandstrand schien die Sonne tief auf die perfekten Surferwellen und spiegelte sich. Das orange Licht war einfach sooo extrem krass groß und hell, sowas hat man selten gesehen. Dazu kam noch ein perfekter Regenbogen auf der gegenüberliegenen Seite durch den wenigen Nieselregen,.. TOP! Sowas ist immer schwer auf iphone kameras festzuhalten, aber wir habens trotzdem versucht :p

  Sonnenuntergang in Raglan ! unbearbeitete Bilder :p wenn man genau hinsieht sieht man auch den Regen Regenbogen direkt gegenüber

Die nächsten Tage haben wir wieder viele Leute im coolen "Lazy stay" Hostel getroffen und uns auf zum surfen gemacht! 
Surfkurs? neeee, brauch keiner! kurz bei youtube geschaut, dann zum tollen Strand und Surfbretter ausgeliehen. Manu hatte auch seine Go Pro mit , so konnten wir unsere erfolglosen Versuche auf dem Brett stehen zu bleiben auch festhalten. Nach einer Stunde aber kamen wir langsam rein und jaa, wir standen! .. für ungefähr 5 Sekunden , hey ! :D aber immerhin schonmal ein Gefühl dieses extrem coolen Sports bekommen.
Es ist schon echt schön einfach Richtung Ferne mit seinem Surfboard rauszupaddeln , warten bis die richtig große Welle kommt und dann diese riesen Wasserfront auf einen zukommen zu sehen. Und wenn man dann nonch auf /unter/ oder über der Welle für längere Zeit surfen kann, dann ists perfekt! :p

 Anzüge an, auf gehts! Top Wetter am Strand Action cam am start Surferboys foto!

Vom surfen aus, ging es nach 2 Tagen weiter die Westküste runter. Nun konnten wir unser Mietauto richtig nutzen und das machen was mit den ganzen Reisebussen nicht möglich ist. Wir hielten an den ganzen schönen Stränden zwischen Raglan und Kafhia ( unser nächstes Ziel). Jeder Strand hatte was eigenes, Jungle-Wege , schwarzen Sand, riesige Dünen, Berge...

 am cruisen! hehe :p wuhuu

In Kafhia angekommen , wussten wir gar nicht wo zuerst hin! Wir hatten die Auswahl zwischen Tanstelle, Hotelbar oder Parkplatz mit Toilette und !kostenlosem! Grill! .. Das waren dann auch Kafhias Highlights :D
Aber es ist ein perfekter Ort für Entspannung und Ruhe, und so kauften wir noch schnell rechtzeitig vor Tankstellenschluss( 17 Uhr) ein paar billig Würste ein und nutzten den FREE Barbeque. Dauerte nur ca. ne Stunde bis das Ding mal heiß war, aber die Würstchen haben dann vorzüglich geschmeckt (:

 lecker Abendessen :D

 Nun kam aber noch unser Hauptanliegen von Kafhia. Ein paar Meter außerhalb sollte es auch einen schönen Strand geben, mit der Möglichkeit sich ein Loch heißes Wasser zu graben . Der bekannteste Hot Water Pool hier in Neuseeland ist ja auf der schönen Halbinsel Coromandel, wo wir eigentlich zuerst geplant hatten hinzufahren, jedoch hatte das Wetter anders geplant...
Doch heißes Wasser gibs auch hier, also hin da !   
Da wir nun ja das Auto hatten konnten wir uns auch mal die Hostelkosten sparen und bequemer übernachten, mehr oder weniger :p Noch schnell ausgetestet ob man zu 3. drin schlafen kann .. jap, passt!



Ebbe ist an dem Kafhia Strand irgendwie immer alle 10 -12 Stunden haben wir verstanden, also war die nächste Möglichkeit für uns das heiße Wasser zu finden genau um Mitternacht. Nicht groß nachgedacht, schnell Handtuch, eine kleine Taschenlampe und ach ja, "  Manu, nimm mal noch dein Handy mit für Music!" Hoch mutiviert aber noch recht skeptisch ging es rauf auf die hohen Sanddünnen um zu den dahinterliegenden riesigen Strand zu gelangen.
Kafhias Strand am Tag.. ziemlich großer Strand... kann man sich schnell verlaufen.. :p
Es war stockduster , man hat nichts, wirklich gar nichts gesehen, nur das Meer rauschen gehört und den Sand vom Wind ins Gesicht gepustet bekommen. Nun bei Ebbe war das Wasser noch weiter weg von uns, sodass wir eine Weile laufen mussten. Irgendwann wurde es feucht , .." ah ja, hier ist Wasser", also dann mal los: Loch mit Händen gegraben (was für poolgröße ewig dauert -.-) und Tatsache, das Wasser wurde immer heißer, je tiefer wir gruben! und dazu stank es bestialisch nach faulen Eiern! (man hat ja immer gesagt bekommen "heißes Schwefelbad", aber das es so doll stinkt hätte ich nicht gedacht!) 
Manu kam noch auf die Idee , eine Spur zu unseren Sachen zu machen, die weiter weg im trockenen Lagen... zum Glück...
Fröhlich in unserem heißen Becken liegend , schauten wir in den extrem klaren Sternenhimmel und genossen das rauschen des Meeres und die schoene Atmosphere.
Mitten in der Nacht an einem verlassenen Strand in Neuseeland , im heißen Wasser chillen und in die Sterne schauen.. das ist mal was :D
Als es dann zunähmend kälter wurde , wollten wir uns auf den Weg zurück machen. Ja... wohin jetzt eigentlich? Überall hörte man das Rauschen des Meeres , welches wie ein Halbkreis um uns rum war. Gott sei dank, konnten wir noch die Spur zu unseren trockenen Sachen finden. Doch dann wars das auch schon mit der Orientierung. Wir wussten nur das wir weg vom rauschenden Meer mussten, Richtung Dünen . Doch die waren mit der kleinen Taschenlampe nicht so einfach zu finden. Nach ungefähr EINER Stunde fanden wir die Dünenseite, doch das Licht der Taschenlampe wurde nun immer schwächer, toll Baterien gleich alle.. Nach einer weiteren halben Stunde vergeblichen Suchens des Ausganges vom Strand wurde mir schon etwas mulmig, ob wir hier je wieder rausfinden :p
Doch dann kam Manu auf die blendende Idee es vielleicht mal mit dem Navigationsgerät seines modernen Handys zu probieren ...-.-' ja, wenn man da mal schon früher drauf gekommen wäre.
Zack, schnell geschaut wo wir sind und Ausgang gefunden!
Am Ende waren wir dann doch froh nicht am Strand , sondern im Auto zu schlafen :D

Rückblick und Frohe Weihnachten!

Donnerstag, 25.12.2014

Eintrag vom 25.12.

Ja, es ist schon etwas länger her seitdem hier was geschrieben wurde. In den letzten Wochen habe ich viel erlebt, hatte jedoch selten und wenn dann nur kurz W-LAN.

Nun bin ich nach dem Erkunden des Nordens wieder zurück in Napier (wo alles angefangen hat) und verbringe hier die Weihnachtstage. Ach ja, frohe Weihnachten! :D Wenn nicht der Weihnachtsbaum wäre und die Weihnachtsdeko und Werbung in der Stadt , würde Weihnachten an mir vorbeiziehen. Denn Barfuß mit Flip Flops und kurzen Sachen bin ich zu Weihnachten noch nie rumgelaufen :p
Man muss sich bei 29 Grad im Schatten immer wieder daran erinnern , dass wir ja mitte Dezember haben und nicht mitte Juli .. ,

Christmas in Napier

Nach dem Farmleben ging das richtige Abenteuer - und Reiseleben los! 

Erst ging es nördlich nach Paihia, wo ich bei traumhaften Wetter die Bootstour durch die "Bay of Islands" gemacht habe: Wunderschöne verlassene "Robinson Crueso" - Strände mit glasklaren blauen Wasser (etwas frisch, aber ein Muss zum baden gehen!) , Delphine die neben und unter dem Boot schwommen und uns verspielt durch ihr Atemloch das Wasser ins Gesicht pusteten ; und natürlich das große "Hole in the Rock" , jaa, ein Loch im Fels halt... :p

Top Wetter fuer die Bootstour erkennt ihr Abraham Lincolns Gesicht in den Bergen? :D die ersten Delphine kommen angeschwommen ganz nah, ohne Angst haben sie mit dem boot gespielt :p die Schaafsinsel the black rocks gruen-blau - klares Wasser Hundertwassers letzte Wohnstaette auf einer verlassenen Insel und da war ja noch so ein Loch im Fels :p

Im "Peppertree Lodge" Hostel ist es ein Traum für alle Backpacker: klein , gemütlich , man fühlt sich einfach wohl und fängt an das Hostelleben zu lieben ( anders als in Auckland in den größeren Hostels ). Dies hat sich auch für mich bemerkbar gemacht, aus den eigentlich erst geplanten 3 Nächten sind 2 Wochen geworden. 2 Wochen in dem man mehr Leute kennengelernt und mehr erlebt hat als jemals zuvor.

im Peppertree, mit Marie, Hae Song, Jessi und Manu (all germans :p)  selbstgemachte Traumfaenger mit Neuseeland-Muscheln jawolla, angrillen im Dezember ! :D

Paihia kann man schon ein kleines 2. Mallorca nennen. Soo viele Deutsche, da kann es schonmal vorkommen, dass man auf der gegenüberliegenden kleinen Halbinsel Russel ( wo wirklich echt gar nicht viel los ist, .. nichts..! ) , auf einen kleinen Aussichtspunkt auf einem Berg, seine Nachbarn aus der gleichen Straße trifft  :D ( und das bei einem Heimatdorf in Deutschland von 900 Einwohnern!)

ja was macht ihr denn hier :D

Der Tagesbustripp nach Cap Reinga , zu der nördlichsten Spitze Neuseelands, ist auch sehr zu empfehlen, vorallem bei schönem Wetter. Wahnsinns Aussicht über die Weite von 2 Meeren, dem Pazifik und dem Tasmanischen Meer. Beide treffen in Cap Reinga aufeinander.
Auf den Weg dorthin furhen wir noch den 90 mile Beach entlang und machten Stop für eine Surffahrt in der Wüste , gleich neben dem Meer , mit vielseitiger Landschaft um einen rum. Surfte man gerade auf feinen Wüstensand, sah man rechts von einem das weite Meer , und links lange grüne Wälder.

90 mile beach der befahrbare Strand Wuestensand zwischen Meer und Wald und los gehts !! :D Buspause am Cap Reinga Beach noerdlichste Punkt von Neuseeland wo der Pazifik und das Tasmanische Meer aufeinandertreffen

Was mich aber am meisten begeistert hat an Paihia , war das Zusammentreffen von Menschen durch Musik..
Wer viele Länder erkunden und bereisen möchte, fängt am besten erstmal mit Neuseeland an, denn hier trifft sich die ganze Welt :D
Nach ein paar Tagen im schönen Paihia habe ich erst einmal gedacht nur Deutsche zu finden, aber in einer Nacht erlebte ich es anders:
Ich hatte mich im backpackerfreundlichen Peppertree Hostel schon die ersten Tage mit ein paar deutschen angefreundet , und gemeinsam gingen wir runter zum Strand mit der Gitarre um gemeinsam ein bisschen zu jamen. Zu 5. saßen wir am Strand , unter traumhaftem Sternenhimmel und spielten ein paar Lieder. Nach einer Weile kam ein Franzose und ein Brasilaner entlang , mit einer Gitarre, "heeey!!" , die Freude war groß, eine 2. Gitarre! Und der Brasilianer hatte noch ein Schüttelei dabei. Es wurden Lieder ausgetauscht und gemeinsam performt.
Nach einer Weile, wir waren konzentriert am musizieren, saßen schon 5,6,7 Leute mehr im Kreis, hörten zu und hatten Songwünsche, einer aus den Niederlanden, ein Italiener, noch ein paar andere Deutsche und und und.
Ein paar Minuten später ( die Leute wurden mehr und mehr) lief ein Maori-Mann mit einer Gitarre  vorbei. Nach langem überreden konnten wir auch ihn an unseren Kreis holen und mit ihm musizieren, jawolla: 3 Gitarren! Immer mehr Menschen kamen und setzten sich dazu. Nach kurzen durchfragen, waren Leute aus Kanda, Niederlande, Italien, Deutschland, Neuseeland, Brasilien, Frankreich, England, Südkorea, Japan, China, Dänemark .... irgendwann kam man nicht mehr mit :D
Es wurde musiziert und von sich erzählt, Lebensstorys wurden ausgetauscht, neue Freundschaften geschlossen. Und es hörte nicht auf.. . Nach einer Weile hörte man passende Schlagzeuggeräusche zu unseren Songs: Can , ein Drummer aus Berlin, der mit Fahrrad durch Neuseeland reist,  hat sich mit seinen Street-drum-set dazugesetzt ( seine Sticks, sein Fahrradhelm, eine Flasche, der Sand und Pappe, fertig war das Schlagzeug :D) . Es harmonierte immer mehr und mehr zusammen, alles passte einfach. ..
So um die 20 Leute später kam noch die Hippiegruppe von ihrem Segelboot rübergepaddelt, sie haben die Musik gehört und Geige, Akkordeon und Banjo im Schlepptau gehabt. Sie reisen mit ihrem Segelboot um die Welt und kommen ebenfalls aus verschiedenen Ländern (Kanada, Tonga, Brasilien, Niederlande, Argentinien) .
Jeder spielte mit seinem Instrument passend zur gerade angestimmten Musik. Einer stimmte einen Song an und alle brachten ihren Style vom eigenen Land mit ein. Von Brasilianischem Tango , über Gipsy Musik , bis zur Europäischen Musik war alles dabei. Das große Finale kam durch den einen Argentinier (auch vom Hippieboot), der sein didgeridoo mitbrachte und dem ganzen Flair noch eins draufsetzte!
Immer mehr Leute kamen, Gangster, Dealer, komische Leute, nette Leute, fragten was das hier "für eine Veranstaltung sei" und setzten sich friedlich dazu und sangen mit. Ein streunender Hund lief durch das große Feld von Menschen und legte sich mit dazu. Kurz bevor die Polizei kam und die """Veranstaltung""" aufgrund von Ruhestörung "auflösen" musste, waren es über 60 Leute!.. Mit 5 gestartet und am Ende mit über 60 Leuten am Strand in Paihia friedlich zusammengesessen und ein Konzert vom feinsten geliefert.. der Wahnsinn.
  Eine so  große bunte internationale Musik-Jamsession, mit so vielen unterschiedlichen Instrumenten, dass hab ich noch nicht erlebt und werde ich glaube auch so nicht nochmal erleben.

Hier leider keine Fotos, weils Nacht und dunkel war :p

 

Paihia, ein Ort wo ich nun viele schöne Erinnerungen habe und auf alle Fälle noch einmal zurück möchte.

Hauru Falls in der Naehe von Paihia 6. Dezember, Nikolaus, normaler Strandtag, wie jedes Jahr... :D Paihia Beach versteckte Straende Sicht von Raglan (Halbinsel gegenueber von Paihia)

Von der Spontanität des Reisens in Neuseeland , Surfen in Raglan und dem Verlaufen am Strand bei Nacht in Kawhia, lest ihr auch bald.

Aber erstmal wünsche ich allein ein frohes Weihnachtsfest, einen fleißigen Weihnachtsmann und das ihr hoffentlich gerade nicht so schwitzt wie ich :D

 

 

Urlaub

Sonntag, 07.12.2014

hey leute,  ich bin in Paihia, immer was los hier, hostelleben, junge leute, viele leute  von unterschiedlichen Ländern und wieder gemerkt wie stark Musik die ganze Welt verbindet!

Und vorallem in Neuseeland wo sich die ganze Welt trifft!

 

Ich melde mich bald wenns wetter mal schlecht ist, eine Woche schon 27 grad sonne , strand wasser, weihnachtsstimmung halt, gel?! :D

 

bis bald , berichte folgen !

happy nikolaus

 

von links: manel aus der nähe von köln, Marie aus Aachen, Jessi aus München und Hae-Son aus Hamburg

Von Oldtimern und Pferderennen

Sonntag, 23.11.2014

Hier auf dem Lande lebe ich weit außerhalb von der kleinen Stadt Dargaville. Kühe melken jeden Tag, das riesige Land sauber und schön halten und all solche Arbeit die täglich auf einer Farm verrichtet werden muss.
Bei solch einer Routine könnten die Tage hier auch mal langweilig werden... Doch nicht mit Syd und Annette! ;D

Durch ständigen Besuch und Kontakt der Freunde weiß man immer was gerade los ist und so unternehmen sie gemeinsam viel. Jeden Freitag gehts in den lokalen kleinen Pub, der nicht weit weg von hier , mitten im Nirgendwo liegt. Eine richtige typische kleine Bar, direkt am Straßenrand von einer endlos wirkenden Straße. 
Hier treffen sich alle Farmer, trinken gemeinsam, lachen  und tauschen sich ihre neusten Geschichten aus. Jeder kennt jeden und es werden hammer leckere hausgemachte Burger und Pizzen serviert! Dazu noch eine kostenlose Jukebox mit Hits von "The Doors, Deep Purple, AC/DC, Bob Marley..." was zu trinken und ein Billiard Tisch, mehr braucht es nicht um das perfekte Pub - Feeling zu bekommen!

typischer Pub am Straßenrand :p kostenlose Jukebox!

Das 1. Wochenende erlebte ich einen Ausflug ganz besondere Art:
Ich weiß noch, wie an vielen Sonntagen in Deutschland, man als Kind mit der Family gerade irgendwohin gefahren ist und plötzlich die Geschwindigkeit schlagartig reduziert wurde. Es folgte großes Geschimpfe über einen  stark vermuteten , sogenannten "Sonntagsfahrer" , der auf einmal vor einem auftauchte und langsam dahintuckerte.. Damals habe ich noch nicht verstanden warum man denn an einem Sonntag seine Zeit damit verschwendet , ein Auto nur fürs "Rumfahren" aus der Garage zu holen und zu polieren.  Bei manchen Autos versteh ich es heute immer noch nicht, aber bei dem alten 1972er Pontiac Grand Ville von Syd würde ich soviele Poliergänge wie nur nötig durchführen um einfach nur "rumzufahren"! :D 

Wieder glänzend poliert! 1972 - Pontiac, Grand Ville

Schnell noch das knallrot wieder zum glänzen gebracht und ab rein in den Ami-Schlitten , "Mustang Sally" aufgedreht und losgefahren!
Es war herrliches Wetter mit Sonne und erfrischendem Wind, der einem durch die Haare im Cabiolet fuhr. Es war ein unglaublich befreiendes Gefühl , während der Fahrt einfach nach oben in den Himmel und über die wunderschöne neuseeländische Landschaft zu schauen.

kurzer Zeitsprung :D Selfie-Time   Die Fahrt auf der Rückbank genießen

Am darauf folgenden Freitag (14.11) wurde nicht mehr besinnlich durch die Natur getuckert, sondern um die Pferdestärken gewettet! Nein, nicht die unter der Haube, dafür aber unterm Fleisch, und die hat es auch in sich !
Wer schon einmal bei einem Pferderennen mit allem drum und dran gewesen ist, weiß ja wie es dort abläuft. Wer nicht, der kann sich es genauso wie in den Hollywood-Filmen vorstellen:

Von den Farmern mit ihren RangeRovern und Allradfahrzeugen bis hin zu den reichen Pferdebesitzern mit ihren Sport-und Luxuswagen war alles vertreten.
Überall parkten Autos rund um die große 2 km Rennbahn, auf die man von jeden Platz perfekte sicht hatte. Wer nicht sein eigenes Picknick mitgebracht hat, bekam an den Pommesbuden , Bars und Eisständen leckere Verpflegung.

Jiiihaa der gute Aston war auch da :p

Die Stimmung und das Feeling hatte was besonderes. Überall umherlaufende (oder torkelnde) junge und ältere Damen mit schicken Kleidern und pompösen Hüten. In ihren mit weißen Samthandschuhen bezogenen Händen hielten sie wahrscheinlich nicht das 1. Glas des Vormittag - Champagners. Sie waren auf den Weg zu der kleinen Modenschau auf der Wiese direkt vor der Rennbahn. Der ein oder anderen war die Kombination aus Alkohol und km-Hohe Absätze zu viel zum laufen und kippte, zum Glück vor dem Laufsteg , lachend um :p

größte Herausforderung der Modenschau: : gerade laufen! :D
Das eigentliche Event war aber natürlich das Rennen. Nach dem Schuss rannten die Pferde, getrieben von ihren Jockeys, im imensen Tempo um die Dargaville-Rennbahn und wurden begleitet von einer perfekt passenden Kommentator-Stimme. Diese wurde im laufe der Runde immer lauter und schneller im Ansagen der aktuellen Positionen jedes einzelnen Pferdes und fand ihren Höhepunkt , als die Pferde das Ziel erreichten.

auf zur Startklappe der Boden donnert !

Die Leute waren aber nicht da um sich einfach nur rennnende Pferde anzusehen, es ging ums Wetten, und das wurde wie verrückt . Ich hatte mit meinen 1$ Wetten und der Taktik , vermeintliche Experten zu belauschen  auf welches Pferd sie wohl setzen, leider nicht viel Glück, dagegen aber Annette und Syd. In jedem der 9 Rennen brachten sie etwas Gewinn ein und kamen am Ende auf eine Summe von 140$! Die danach im Dargaville Pub wieder fleißig ausgegeben wurde ;D

da stehen ihnen die 140$ ins Gesicht geschrieben! ;D

Ich glaube solche Erlebnisse und Erfahrungen kann man nur durch das direkte Mitleben in einer Familie hier erleben. Denn der Lohn für die tägliche Farmarbeit ist, wie ihr seht, weit mehr als Unterkunft und was zu essen (es kommt natürlich auf die Familie an) .

3.Stop : Dargaville

Freitag, 14.11.2014

Nun bin ich schon bei der 3. Familie hier in Neuseeland und erlebe wieder neue Erfahrungen im Leben und in der Arbeit der New Zealand - Farmer.

Vom letzten Ort Tauranga ging es nun weiter in das Northland Gebiet nach Dargaville. Wieder liegt die Farm etwas außerhalb, 20 Minuten von der kleinen " Ami-Stadt" entfernt. Denn bis auf die Farmarbeit und zwischenzeitliche noch bergige Landschaft sehe ich die Gegend hier mehr als amerikanisch , als neuseeländisch , was auch ziemlich cool ist :p Ursache dafür sind die langen immer geradeaus - verlaufenden Straßen , die mich an die Route 66 erinnern , die kleine Stadt Dargaville mit den alten Hotels und Flachhäusern , die alten Pubs, alle Shops in einer Straße, fette Landrover , Muscle-Cars und Harley's , der total verdreckte braune Fluss , und das allgemeine Feeling , das die Stadt dahinwelkt. Da gibs bestimmt noch mehr Punkte, aber mehr fallen mir gerade nicht ein. Währen nicht die vielen Kühe, Kuhfarmen und das viele grüne Land drumrum, würde ich mich wie in einer kleinen alten texanischen Stadt fühlen . Auch ein alter amerikanischer Oldtimer, der 10 m von mir entfernt in seiner Garage schlummert weckt in mir das Amerika-Feeling...
War Dargaville früher eine bedeutende Hafen- und Wirtschaftsstadt , ist sie heute nur noch landwirtschaftlich am blühen. Sie ist Haupterzeuger der verdammt leckeren Kumara (Süßkartoffeln) und hat viele kleine und große Kuhfarmen hier in der Gegend.
Auf einer dieser Kuhfarmen lebe ich nun , wieder für einen Monat und bekomme noch mehr Erfahrungen in Sachen Kühe melken ;D 

 Dargaville   Northern Waiora Hotel im typischen alten Baustil der schöne, kakaobraune Fluss ;D

Annette und Syd (Sydney) Pull genießen hier das Leben auf dem Land und mit den Kühen. Auch wenn man jeden Morgen ,7 Tage die Woche früh um 4 aufstehen muss zum Kühe melken, haben sie Spaß mit ihrer Arbeit im Freien , und dieser wunderschönen Natur . 
Beide sind sehr cool und locker drauf, und man kann schon sagen , dass sie abseits von der Farmarbeit ein Rocker-Paar sind.  Annette hatte früher ne Harley und war mit Freunden in einer kleinen Motorrad Gang. Leider musste sie die dann verkaufen für einen neuen fetten Range Rover ;D Syd's " Baby" ist der alte 1972er Pontiac Grand Ville , ein Prachtstück und ein richtiger Ami-Schlitten! Ich glaube beide lieben Fahrzeuge mit Power , insgesamt haben wir hier : 3 Range Rover, 2 ältere und ein neuer, der alte Pontiac, 2 Quad's , ein Polaris Ranger und ein Mazda Combi. Ach und eine kleine Yacht mit dem es zum angeln geht :p .
Beide sind extrem locker und offen mit neuen Leuten und hatten schon sehr viele Farmhelfer und Wwoofer.  Annette ist immer sehr lustig und witzig. Sie hat einen tollen Sinn für Humor und mit ihr kann man extrem viel lachen. Sie ist wie eine "Big Mama" , die sich nicht scheut die Dinge knallhart auszusprechen und auf den Punkt zu bringen :p
Ich erlebe hier die typische Farmer - Mentaliät , die ich auch schon bei ihren Freunden und Nachbarn bemerkt hab: Es wird geflucht ohne Ende, in jedem Satz ist mindestens 1 mal irgend eine Art von dem Wort "Fuck" enthalten :D Ob es um positive und negative Dinge geht spielt dabei keine Rolle . Sie haben viele Freunde die oft zu Besuch kommen, alle sind so locker und cool drauf, schauen einfach mal vorbei, trinken gemeinsam Tee, tauschen sich kurz die aktuellen "fucking, shit " Storys aus und machen sich dann zur Melkzeit wieder auf den weg zu ihrer eigenen Farm.

 Syd und Annette :D die kleine Yacht hinterm Haus :p Die Farm Polaris Ranger, das 4 wheel drive Farmmobil!


Das Essen ist der Wahnsinn! Man kann sich bei Annette schon denken, dass sie bestimmt gut kochen kann, aber dass es so gut schmeckt , hätt ich dann doch nicht gedacht. Hier in NZ wird abends immer warm gekocht, dafür gibts dann mittags nicht so viel (also das Gegenteil von Deutschland). Sie lieben scharf und so bekomme ich immer die leckersten neuseeländischen Gerichte mit einer fabelhaften Würzvielfalt! Selbst Muscheln und Shrimps , welche ich vorher nie gegessen hab, haben lecker geschmeckt!
Durch Annettes Leidenschaft für Musik , können wir ein gemeinsames Hobby teilen. Sie liebt es zu singen, und sie ist alles andere als schüchtern , so wird überall und zu jedem Song aus voller Kehle gesungen :D Bei den kleinen Karaoke Abenden begleite ich ihre schöne Soulstimme immer mit der Gitarre und dann wird einfach drauf los gejamt.  
Es ist einfach toll, wieder bei einer musikbegeisterten Familie zu sein und gemeinsam zu jamen, alles ist hier lockerer und nicht so verkrampft und gezügelt. Man lässt hier dem Humor, der Musik , Spaß, Emotionen , alles einen freien Lauf, sodass ich mich schnell reingefunden habe, wohlfühle und besonders mit Annette auf gleicher Wellenlänge bin und mit ihr schon so quatschen kann, als ob wir uns schon lange kennen. Sie hat ein besondere Fähigkeit mit Leuten gleich zu sympathieren und gibt ihnen ein Gefühl gut aufgehoben zu sein :)

leckere Muscheln suuuper leckerer bread butter brandy pudding (wie arme Ritter) letztens im Supermarkt gefunden :p


Auch wenn die Arbeit sehr zeitaufwändig ist , und einem nicht viel freie Zeit bleibt, genießen und leben sie diese voll aus. In ihrem großen Freundeskreis ist immer irgendwo was los, wir besuchen hier und dort mal wen, viele kommen vorbei, gemeinsam wird gelacht, rumgeschimpft und geholfen wo es geht. Es erinnert mich sehr an den großen Freundeskreis in Deutschland, man schaut einfach hier und dort mal vorbei und genießt die Nähe der anderen.
Aber auch die Arbeit wird genossen, das 2 mal tägliche Eintreiben und Melken der 190 Kühe könnte auf Dauer ganz schön langweilig werden, aber man muss sich einfach nur zu unterhalten wissen. Annette nimmt immer ihre Bluetooth Box in dem kleinen "Farmmobil" mit , macht Musik an und singt aus vollen Zügen jeden Song mit. Bei den ganzen Schnulzensongs kenn ich leider nur wenige, aber wenn dann mal ein bekannter Song kommt, wird fleißig mitgeträllert :p Ich glaube diese Eigenschaft sollte man sich abschauen und auf jede Arbeit übertragen: Es kann vielleicht langweilig und öde auf Dauer werden, aber man muss sich nur zu helfen wissen und sich und die Arbeit bei Laune halten :) 

Kühe melken 2 mal am Tag wir die leckere Milch abgezapft noch schnell ein sauberes Foto , bevor sie anfangen zu scheißen ;D

Abgesehen von dem täglichen Kühe melken ( wo ich zum Glück nur 4 Uhr nachmittags mithelfe :p) erledige ich noch andere übliche Farmarbeit: Unkraut mit toxischem Zeug totsprühen , elektrische Zäune verlegen, die vielen Autos sauber machen , Rasen mähen, Unkraut jäten , Gemüsegarten neu bepflanzen, Stallreperaturen, alles mögliche sauber machen... Wenn es dann mal ungemütlich draußen wird, wird dann Hausarbeit erledigt, also Fenster putzen, staubsaugen , Bad sauber machen , das übliche halt :)

frisch bepflanzte Gemüsegarten :)  nach erfolgreichem Waschgang, glänzt der Range Rover wieder !
Früher habe ich die Kühe auf den Feldern nur von der Straße aus betrachtet , ohne Hintergedanken , nun weiß ich was dahinter steckt, was alles für Arbeit erledigt werden muss, wie das Geschäft so abläuft. Wenn ich das nächste mal (nächstes Jahr) in Deutschland die Straßen entlangfahre und ein paar voller Elan grasende Kühe sehe , werde ich mich immer erinnern was für Arbeit dahintersteckt, Tag für Tag , Woche für Woche die so leckere Milch die wir immer trinken , in den Milchregalen der Supermärkte zu füllen.

Auch hier habe ich wieder das Vergnügen mit den Quads und dem Polaris (dem Farmmobil, siehe Bild) rumfahren zu dürfen. Doch ein Fahrzeug ganz besonderer Klasse wurde letzen Sonntag(9.11.) für eine Sonntagsfahrt rausgeholt...

  ...to be continued...

 

Besuch bei den Kühen

Dienstag, 04.11.2014

Alex und Val haben 4 Kinder. Der älteste Sohn lebt in Kanada, der jüngste in Japan. Die restlichen 2 hier in Neuseeland , nicht allzu weit weg von Tauranga. Tochter Loraine hat eine Pferdefarm und Sohn Steven eine Kuhfarm oder auch besser Molkerei genannt. Steven lebt mit seiner Frau Janne in der Nähe von Te Awamutu (kleines Örtchen, siehe karte) weit draußen auf dem Land. Die beiden haben 240 Kühe , arbeiten zu zweit und können somit immer gut Hilfe gebrauchen. 
In der 3, Woche ( 20. Okt) hatte Val ein Badminton Tunier außerhalb von Tauranga und war die Woche über nicht Zuhause, und da Alex auf längere Zeit ohne seine Köchin und Verwöhnerin nicht leben könnte ( oder einfach zu faul ist zu kochen, bzw. ich festgestellt habe, es ihm sehr schwer fällt :p) .. sind wir zu Steven und Janne gefahren , um nicht hungern zu müssen ;D
Außerdem wollten sie mir Erfahrungen auf einer "dairyfarm" zeigen, und eine Erfahrung war es allemal!

Bei Steven und Janne near Te Awamutu zu Besuch

240 Kühe hört sich zunächst viel an, ist aber für eine richtige Molkerei recht wenig, trotzdem gut fürs Geschäft. 2 mal am Tag wird gemolken und das so, dass es alle 12 Stunden erfolgt. Heißt also früh um 4 und nachmittags, und das jeden Tag , 7 Tage die Woche... Hinzu kommt nicht nur das melken: Auf ihren 140 ha großen Land werden die Kühe eingetrieben und außgetrieben, Kälber gefüttert (die Kühe selbst kriegen beim Melken ihre Mahlzeiten), Felder besprüht, Zäune angelegt, Reperaturen und und und. Somit freuen sich die beiden über jede Hilfe.

Traumlandschaft für Tier und Mensch!

Kurz nachdem wir angekommen gings auch schon gleich los mit Kühe melken. Um erhlich zu sein : Ich lebe Zuhause in Deutschland zwar auf "dem Lande" - (wie wir es bezeichnen würden, in NZ heißt das, dass wirklich nur "Land" kilometerweit um einen drum rum ist :p) - habe aber noch nie richtig in einem Kuhstall anpacken müssen. Genau da, fand ich , ging nun das richtige Farmleben in Neuseeland los: Ab in die Mitte vom kleinen Stall, wo man wie in einer Kfz-Werkstatt tiefer steht um an die Euter der Kühe ranzukommen. Diese stehen links und rechts von einem aufgereiht wie in einer Warteschlange und warten auf ihr ersehntes Futter. Während man dann die Reihe entlanggeht und den Kühen mit den Milchsaugern die Dollar abzapft , -den nassen Schwanz im Gesicht-,  hofft man nicht gerade eine gutgelaunte Kuh zu bekommen , die genüsslich ihr gelbes, grünes oder braunes, frisch gewärmtes Sekret freudemuhend über einen ergießt.. Jaaa! Das war der Geruch vom richtigen Farmleben! Steven und Janne waren am Anfang glaube sehr belustigt, da ich mich zunächst nicht sehr geschickt anstellte , nach ein paar Tagen hatte ich aber den Dreh raus, und konnte auch den etwas aggressieveren , wild umsich tretenden Grasfressern die Melkmaschienen schneller anlegen. Auch die Urin- und Kotfontänen machten mir nach ein paar Tagen nichts mehr aus.
Auch andere Dinge erwarteten mich. Rasen mähen war zwar nicht so spannend, aber bei der tollen Aussicht über das weite Land , wird einem der Unterschied zum Rasen mähen in Deutschland schnell bewusst! In diesem Gebiet von Neuseeland ist es besonders bergig und man sieht die vielen Hügel und Berge kilometerweit.

Auf den Kuhweiden, den Wolken ganz nah! das coole Rallycar : 'Ladybug!'

Nachdem ich die ersten Tage bewiesen habe , dass ich auch wirklich mitanpacke, konnt ich auch ein paar andere Dinge erledigen. Und zwar mit dem Quad! :D Steven beauftragte mich einige unbenummerte Kuhweiden zu nummerieren, also von Tor zu Tor zu fahren und die Nummern in den Zaun reinnageln. Jedoch gabs zwei Haken: 1. Ich kannte mich auf dem ganzen Land überhaupt nicht aus und 2. bin ich leider vorher noch nie Quad gefahren :p
Doch dank Steven alles überhaupt kein Problem. Zack, ne total unübersichtliche selbstgekritzelte Karte in die Hand gedrückt , kurz gesagt wo Start, Gas, Gangschaltung, und Bremsen sind , Hammer , Nägel und Nummern hinten raufgepackt und mir viel Spaß gewünscht. :D Jaha, das mag ich an den Neuseeländern, da werden aus Elefanten Fliegen gemacht.

Bei traumhafter Landschaft übers Land cruisen! natürlich auch mit Helm! ;D Alex schaufelt sich mal schnell einen Weg zum Berg rauf :p

Es war eine tolle Erfahrung mal auf einer Farm wie dieser zu leben und zu arbeiten, wenn auch nur für eine Woche.
Wieder zurück in Tauranga bekam ich die Nachricht von Casey, der Organisatorin aus Napier, dass sie eine Antwort von der nächsten Farm erhalten hat.. Sie ist in Dargaville , etwas nördlich von Auckland, im Westen und 1 Stunde entfernt von Whangarei. In dem Moment fiel mir wieder ein , welche Farm ich dort ausgesucht habe.. Molkerei!! Also sind die Erfahrungen im Thema Kühe noch nicht zuende... :D 
EIne Woche habe ich jetzt danach noch Alex und Val auf ihrer Farm geholfen, Zäune repariert, Trecker zusammengebaut, schweißen gelernt (bzw. versucht zu lernen) , blockierende Bäume zersägt, junge Kiwipflanzen stabilisiert und angepackt wo es ging. 
Es war ein interessanter Monat hier in Tauranga mit dem Zwischenstop in Te Awamutu. Ich habe Neuseeländer im unterschiedlichsten Alter kennengelern, Erfahrungen auf 2 unterschiedlichen Farmen gesammelt, den Lebensstil der Farmer besser kennengelernt und die Gegend etwas kennengelernt. Leider blieb nicht viel Zeit zum erkunden von Tauranga oder anderweitigen "Tourikram". Aber die 2 Monate Farmstay sind ja auch eher für die Farmarbeit und die Erfahrungen bei den Farmfamilien vorgesehen. Das große Erkunden und Sightseeing Tours können danach kommen :p

Sonnenuntergang auf der dairy farm

Nun beginnt die Zeit auf der 2. Farm in Dargaville. Dazu bald der Wochenrückblick..

 

Mount Maunganui

Mittwoch, 29.10.2014

In meiner 2. Woche hier auf der Farm ging es am 14. Oktober auf den Mount Maunganui.

Mt. Maunganui, Sicht außerhalb von Tauranga, in der Nähe von Alex und Vals Wohnort

Der ausgestorbene Vulkan befindet sich in dem gleichnahmigen Vorort von Tauranga und ist 232 m hoch.
Val war an dem Dienstag bei ihrem Badmintontraining und Alex wollte sich nicht den anstrengenden Aufstieg antun. :p
Aber freundlicherweise hat er eine gute Freundin angerufen , die ab und zu zum trainieren auf den "Berg" steigt. So stiegen Sally und ich begleitet von dutzenden totschwitzenden Joggern den Ex-Vulkan hinauf. Die unterschiedlich steilen Auf-und Abstiege bieten perfektes Training für alle Sportler.

Beach am Mt. Maunganui, perfekt fürs surfen, und surfen lernen!! Aufstieg, zusammen mit den Joggertruppen

Es war ein traumhafter Tag. Seit langer Zeit mal wieder Sonne, strahlend blauer Himmel und um die 20 Grad, es wird langsam Sommer :)
Während des Aufstieges hörte man in den Bäumen immer wieder die unterschiedlichen Melodien des "Tui" Vogels, neben den Maori ebenfalls ein Ureinwohner Neuseelands.
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Oben angekommen hatte man mit diesen perfekten Wetterbedingungen kilometerweite Sicht über ganz Tauranga und auf die Weite des Ozeans!

undendliche Weite Tauranga city

Es fühlte sich atemberaubend dort oben zu stehen : den kühlenden Wind um die Nase , die glasklare weite Sicht auf alles in so weiter Entfernung , und das 360 Grad. Abgesehen davon , dass ich das Wort "Stress" bis jetzt hier in Neuseeland noch nicht erlebt habe, war man dort oben noch viel weiter davon entfernt. Weit entfernt von Stadt und Straßen war man dort oben wie in einer eigenen Welt. Und man schaute hinab auf die andere Welt. Es gibt mehrere gute Sitzmöglichkeiten wo man mit dieser wahnsinns Sicht und der zwischenzeitlichen enormen Stille (nur das entfernte Rauschen des Meeres, die Vögel und die Luft die durch die Bäume und Pflanzen weht) einfach abschalten , meditieren oder über das Leben nachdenken kann. Sally nutzt den Ort oft zum meditieren und zum nachdenken über Probleme , denn hier oben ist die Wahrscheinlichkeit für das Finden  einer Lösung um einiges höher :p

Abstieg

 

 

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